Wärmelexikon

 

BHKW (Blockheizkraftwerk)

Ein BHKW ist im Prinzip ein Motor wie in einem Auto. Anstelle aber Räder anzutreiben, wird ein Generator angetrieben, um Strom zu erzeugen. Gleichzeitig nutzt man das Kühlwasser des Motors, um damit das Wasser der Heizung bzw. das Warmwasser aufzuheizen. Da alles zusammen in einem Block schallgedämmt montiert ist, spricht man vom Block-Heiz-Kraft-Werk (BHKW). 

 

  

Contracting

Unter (Wärme)-Contracting versteht man das Übertragen, der mit einer Zentralheizungsanlage verbundenen Aufgaben an einen Dritten. Dieser stellt die verbrauchten Brennstoffe sowie die Betriebskosten für die Heizung in Rechnung. Integriert im Preis sind - je nach Vertragsmodell - die Kosten für Investition, Instandhaltung, Versicherung und Abschreibung. Als Vertragspartner sind die Stadtwerke Ettlingen GmbH verantwortlich für das gesamte Leistungspaket. Sie werden von allen Aufgaben rund um die Wärmeversorgung entlastet und erhalten jeweils, die für Ihren Bedarf beste Wärmetechnik. Damit sparen Sie nicht nur Zeit und Kosten - Sie tragen auch zur Schonung der Energieressourcen bei.

 

 

Hausübergabestation

Die Termix BVX ist eine komplette Lösung für Trinkwarmwasser und Raumheizung mit optimaler Sicherheit, effizienter Energieübergabe, wartungsfreundlicher Konstruktion und kompaktem Design. Die Hausstation wird eingesetzt, wenn ein Wärmeübertrager benötigt wird oder bei Umstellung auf Fernwärme, die bestehende Anlage aber für einen direkten Anschluss nicht geeignet ist.

 

 

Holzhackschnitzel

Hackschnitzel sind zerkleinertes Holz (z.B. mit Häckslern) und dienen als Rohstoff für die holzverarbeitende Industrie (z.B. für die Spanplattenherstellung), für den Pilzanbau oder als Brennstoff z.B für Heizkraftwerke oder für Hackschnitzelheizungen. Im Gegensatz zu Holzpellets ist der Energieaufwand der in die Produktion von Hackschnitzel gesteckt werden muss ähnlich gering wie der für die Erzeugung von Kaminholz. Daher haben Hackschnitzel als Brennstoff eine hervoragende Ökobilanz. Für die Verbrennhung von Hackschnitzel werden spezielle Heizungsanlagen benötigt, die den Brennstoff automatisch fördern. Damit arbeitet eine Hackschnitzelverbrennungsanlage ähnlich komfortabel wie eine Ölheizung.

 

Hackschnitzel werden zumeist in der Größenklasse G30 oder G50 für die automatische Beschickung in speziellen Holzheizkesseln für Zentralheizungen verwendet. Die Beschickung erfolgt meist mit elektrischen Förderschnecken oder Kratzkettenförderern. Es gibt bereits Blockheizkraftwerke, in denen Hackschnitzel auch zur kombinierten Strom und Wärmeerzeugung eingesetzt werden.

 

 

Nahwärme/Fernwärme

Die Begriffe Nahwärme und Fernwärme werden häufig für ein und das Gleiche benutzt. Was ist was, und wann? Nun theoretisch spricht der Gesetzgeber schon bei einer fremden Wärmelieferung aus dem eigenen Heizungskeller oder vom Nachbarn schon von Fernwärme, während in der Werbung gerne von der Nahwärme gesprochen wird.

 

Die Ettlinger bezeichnen ihre Wärmelieferung schon immer als Fernwärme, obwohl teilweise sehr kleine Wärmenetze und kurze Leitungen verlegt wurden. Ein Beispiel hierfür ist die Thiebauthschule, aus deren Keller der Stephanusstift, die Musikschule und die Stadthalle beheizt werden. Hier könnte man genau so gut von Nahwärme sprechen.

 

Beide Begriffe sind also gebräuchlich. Für jegliche gewerbliche (fremde) Wärmelieferung, egal ob aus dem naheliegenden Heizungskeller oder aus einer entfernten Heizzentrale, gilt die vom Gesetzgeber verabschiedete AVB Fernwärme V als Basisregelwerk. Das ist eine bundesweit rechtsgültige Verordnung. Darüber hinaus können aber noch weitergehende Vereinbarungen getroffen werden.

 

 

Pellets

Holzpellets werden aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz (Sägemehl, Hobelspäne, Waldrestholz) mit einem Durchmesser von ca. 6 - 8 mm und einer Länge von 5 - 45 mm hergestellt. Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck gepresst und haben einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Damit entspricht der Energiegehalt von einem Kilogramm Pellets ungefähr dem von einem halben Liter Heizöl.

Die Qualitätsanforderungen für den genormten Brennstoff sind in Deutschland in der DIN 51731 und in Österreich in der ÖNORM M 7135 festgelegt. Seit Frühjahr 2002 ist zusätzlich ein neues Zertifikat, die "DIN plus", auf dem Markt, das die Vorzüge der DIN 51731 und der ÖNORM M 7135 vereint und darüber hinaus Anforderungen an Abriebfestigkeit und Prüfverfahren stellt.

Pellets werden ohne die Zugabe von Bindemitteln hergestellt. Erlaubt ist lediglich die Zugabe von max. 2 % Presshilfsmitteln (z.B. Stärke). Die Bindung der Pellets erfolgt durch das holzeigene Lignin und den hohen Druck während des Pelletierens. Beim Pelletieren werden die Holzspäne durch eine Matrize gepresst und nach Verlassen des Presskanals auf die gewünschte Länge geschnitten.

Der Energiegehalt für die Herstellung und Bereitstellung der Pellets aus trockenen Sägespänen ist im Vergleich zur Bereitstellung von Erdgas oder Heizöl gering. So beträgt der Energieaufwand zur Bereitsstellung von Pellets nur 2,7 % der Endenergie, bei Erdgas dagegen 10 % und bei Heizöl sogar 12 %. Kommen feuchte Sägespäne oder Waldrestholz zum Einsatz, steigt der Energieaufwand aufgrund des höheren Wassergehaltes.

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