In Ettlingen und Ortsteilen - Stromnetz wächst zusammen

(vom 18.05.2015)

Ettlingen – Die Netz GmbH der Stadtwerke Ettlingen investiert kräftig in die Zukunftsfähigkeit ihres Stromnetzes: In den kommenden knapp zwei Jahren werden alle Ettlinger Ortsteile direkt mit in den Boden verlegten Kabeln ans Netz der SWE eingebunden und an deren eigenen Umspannwerke angeschlossen. Aktuell versorgen die SWE ihre Kunden in Ettlingenweier, Bruchhausen, Oberweier, Spessart, Schluttenbach und Schöllbronn noch über eine Freileitung der EnBW. „Oberirdische Leitungen sind viel störungsanfälliger und wartungsintensiver als Leitungen, die im Boden liegen“, erklärt Eberhard Oehler, Geschäftsführer der SWE und der SWE Netz GmbH. Daher werde es für die Stromkunden in den Ortsteilen zukünftig eine viel höhere Versorgungssicherheit geben.

1,6 Millionen Euro investiert die SWE Netz für die umfangreichste Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahme im Ettlinger Stromnetz seit dem Bau der Umspannwerke vor rund  40 Jahren. Insgesamt wird eine Leitungstrasse von 14 Kilometern gegraben, in die 19 Kilometer 20 KV-Leitungen gelegt werden. Die SWE nutzen die Gelegenheit, um neben den Stromleitungen Leerrohre für Lichtwellen-Leitungen (Glasfaser) zu verlegen, um so auch den Breitbandausbau zu unterstützen. „Wir haben für unsere Trasse extra einen längeren und damit teureren Weg gewählt, damit wir das Industriegebiet Bruchhausen streifen und es an das schnelle Internet anbinden können“, erklärt Oehler.

Darüber hinaus werden alte Trafostationen modernisiert, und die SWE Netz GmbH baut neue leistungsfähige und energieeffiziente Leistungsschalter in die Schalthäuser. Kostenpunkt pro Schalter: 31.500 Euro. Zum Vergleich: Ein haushaltsüblicher Leistungsschalter gibt es für zehn Euro.

Auch bezüglich der Überwachung und der Wartung des Stromnetzes wird es dank des neuen „intelligenten Stromnetzes“ ebenfalls erhebliche Verbesserungen geben: Eine Kontrolle und gegebenenfalls Störungs-Beseitigung wird dann schnell von der Netzleitstelle der SWE aus möglich sein.

Da künftig die Ettlinger Ortsteile ebenso wie die Kernstadt an die beiden SWE-Umspannwerke im Industriegebiet Hagbruch und bei der Spinnerei im Albtal angeschlossen sind, entfällt die Anbindung über die sieben Kilometer lange Freileitung der EnBW vom Umspannwerk Neumalsch nach Bruchhausen. 2,5 Kilometer dieser Freileitung, die für die Anbindung der Haushalte genutzt wurde, können im Zuge der Netzmodernisierung abgebaut werden.

Seit gut einem Jahr hat sich das Team der SWE Netz GmbH um Abteilungsleiter Sven Scherer auf dieses Großprojekt vorbereitet. „Kein Kunde muss befürchten, dass aufgrund der Arbeiten temporär kein Strom zur Verfügung steht“, betont Scherer und ergänzt: „Die Kunden werden von den Modernisierungsarbeiten überhaupt nichts mitbekommen.“ Und auch die Einschränkungen durch die Tiefbauarbeiten will die SWE Netz GmbH durch eine sorgfältig geplante Trassenwahl so gering wie möglich halten. Scherer: „Es wird keinerlei Sperrungen von Straßen geben, da wir ausschließlich Geh-, Rad- und Wirtschaftswege aufgraben.“

In den vergangenen Tagen sind riesige Trommeln der Erdkabel bei den SWE angeliefert worden und in der kommenden Woche starten die eigentlichen Arbeiten: Im ersten Bauabschnitt werden in den nächsten drei Monaten in Bruchhausen 3,6 Kilometer der 20 KV-Leitungen verlegt. Gestartet wir mit  Arbeiten zwischen der Umspannstation Hagbruch in Richtung Pumpwerk Bruchhausen. Dazu muss der Radweg durch das Waldstück entlang des Malscher Landgrabens zwischen Einsteinstraße und Rudolf-Plank-Straße gesperrt werden.

Der zweite Bauabschnitt betrifft das Gebiet von Ettlingen West bis zum Funkturm am Kiesdreieck, und ebenfalls noch in diesem Jahr wollen die SWE mit dem dritten Bauabschnitt starten, im Zuge dessen der Ortsteil Ettlingenweier an das SWE-Netz angebunden wird. Im ersten Quartal 2016 steht der Ortsteil Bruchhausen bis zum Industriegebiet Ettlingenweier auf dem Plan und im Anschluss das Industriegebiet selbst.

Nach Abschluss aller Arbeiten wird das SWE-Netz in Ettlingen und den Ortsteilen 480 Kilometer Kabel und 250 Trafostationen umfassen. „Als mit der Region verwurzelter  Versorgungsbetrieb denken wir in Generationen. Mit der Modernisierung unseres Stromnetzes und der Einbindung der Ortsteile stellen wir die Weichen für eine verlässliche und auf die Zukunft ausgerichtete Versorgungssicherheit aller Bürgerinnen und Bürger in Ettlingen sowie aller Unternehmen“, erklärt Oehler.

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