Wir haben keine drei Planeten

(vom 08.02.2016)

Ettlingen – Wie viel Konsum verträgt unser Planet? Mit dieser Frage beschäftigten sich insgesamt rund 570 Schülerinnen und Schüler von drei Ettlinger Schulen in der Aula des Eichendorff-Gymnasiums. Durch das Medienprojekt „Fair Future II – Der Ökologische Fußabdruck“ des Vereins Multivision setzten sich die Jugendliche des Albert-Einstein-Gymnasiums, der Wilhelm-Lorenz-Realschule und der Wilhelm-Röpke-Schule intensiv mit den Themen globale Ressourcenknappheit und Nachhaltigkeit auseinander. Ermöglicht wurde der Aktionstag von den Stadtwerken Ettlingen (SWE) und der Stadt Ettlingen, die den Aktionstag finanziell unterstützten.

voll besetzte Aula mit Schülern
Voll besetzte Aula: Schülerinnen und Schüler diskutieren über die globalen Auswirkungen von Ressourcenknappheit und Konsum.

„Würden alle Menschen so leben wie wir in Deutschland, bräuchten wir drei Planeten“, brachte Moderator Stefan Simonis das Thema gleich zu Beginn auf den Punkt. Den Schülerinnen und Schülern wurde anhand eines Films die Auswirkungen der Globalisierung, des Ressourcenverbrauchs und des Klimawandels aufgezeigt und der Begriff des Ökologischen Fußabdrucks erklärt. Der Ökologische Fußabdruck verdeutlicht die Fläche auf der Erde, die notwendig ist, um den Lebensstil eines Menschen hinsichtlich Mobilität, Wohnen, Konsum und Ernährung dauerhaft zu ermöglichen.

„Dreiviertel der weltweiten Ressourcen werden lediglich von einem Viertel der Gesamtbevölkerung verbraucht. Wenn wir so weiterleben, sind alle globalen Ressourcen bald aufgebraucht“, schilderte Biologe Simonis und fügte hinzu: „Würde die nutzbare Fläche der Erde unter allen Erdenbürgern gerecht aufgeteilt werden, so stünden jedem umgerechnet zwei Fußballfelder zur Verfügung.“ Für seinen Ökologischen Fußabdruck benötige ein Durchschnittsdeutscher jedoch eine Fläche, die dem Dreifachen entspricht.

Das Thema stieß bei den Schülern auf großes Interesse und volle Aufmerksamkeit. In der sich an den Film anschließenden regen Diskussion war die zentrale Frage: Wie kann jeder Einzelne seinen Lebensstil so ändern, dass er nachhaltig und global fair ist? Dabei interessierte das junge Publikum besonders die Frage nach dem Fleischkonsum. Simonis machte den Schülern bewusst, dass man sich mit dem gleichen Ökologischen Fußabdruck vier Tage von Fleisch oder vier Monate von Brot ernähren könne. Auch das Thema der Mobilität verdeutlichte die Problematik. „Wir können uns vorbildlich bei der Mülltrennung, Kleiderweiterverwertung und bei der Ernährung verhalten. Doch sobald wir ein Flugzeug nutzen, wird unser Footprint exorbitant groß“, erklärte Simonis.

Auch bei der Suche nach umweltfreundlichen Alternativen für den Alltag war die Beteiligung unter den Schülern groß: Weniger das Auto nehmen, Fair Trade-Produkte kaufen, Kleider tauschen anstatt sie wegzuwerfen. Zudem wies Simonis darauf hin, dass der Ökologische Fußabdruck durch die Nutzung von Ökostrom um 90 Prozent verkleinert werden kann. „Die SWE ist daher stolz, alle ihre Kunden ausschließlich mit Ökostrom beliefern zu können, betonte Sven Scherer, Prokurist bei der SWE Netz GmbH.

zurück

So erreichen Sie uns 

Stadtwerke Ettlingen GmbH
Hertzstraße 33
76275 Ettlingen

Tel: 07243 101-02 (Zentrale)
Fax: 07243 101-617 (Zentrale)
info@sw-ettlingen.de

Rufnummern im Notfall 

Ettlingen Kernstadt und Stadtteile