Wärme und Strom „aus einer Hand“

(vom 04.05.2017)

Pestalozzischule und Carl-Orff-Schule mit neuer Heizzentrale ausgestattet

Die Stadtwerke Ettlingen (SWE) bauen ihr Angebot an umweltfreundlicher Energieversorgung weiter aus: Am Donnerstag (27. April) nahmen Oberbürgermeister Johannes Arnold und SWE-Geschäftsführer Eberhard Oehler ein weiteres Blockheizkraftwerk (BHKW) der Stadt offiziell in Betrieb. Das BHKW war zuvor in der Thiebauthschule im Einsatz und wurde dort zugunsten eines leistungsstärkeren BHKW ausgebaut. In seiner neuen Betriebsstätte ersetzt das BHKW konventionelle Gasheizkessel und trägt neben der Wärmeerzeugung künftig auch zur umweltschonenden und effizienten Stromversorgung der Schule bei. „Im Rahmen des städtischen Energiemanagements zeigt der konsequente Einsatz von BHKW in unseren Schulen Wirkung: Die Eigenstromerzeugung spart unter anderem Stromkosten für die Stadt Ettlingen ein“, betonte Oberbürgermeister Johannes Arnold.

Nach eingehender wirtschaftlicher Analyse durch die SWE lagen die Vorteile für den Einsatz des BHKW gegenüber eine herkömmlichen Heizungsanlage klar auf der Hand: Mit einer Investition von 128.000 Euro für Beschaffung und Einbau des BHKW gelingt es, durch Abschreibungen und Fördermittel in den nächsten Jahren jährlich etwa 10.000 Euro einzusparen. Dieser Vorlage stimmte der Gemeinderat im Oktober 2016 zu.

Die technische Betriebsführung des mit 50 kW elektrischer Leistung ausgestatteten BHKW übernimmt künftig die SWE. Durch das klassische Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung treibt der Motor einen Generator an, der Strom erzeugt, wobei die dabei entstehende Motor- und Abgas-Wärme ebenfalls genutzt wird. „BHKW gehören zu den effizientesten Anlagen. Rund 90 Prozent der eingesetzten Energie wird direkt in Strom und Wärme umgewandelt“, erklärte Eberhard Oehler von den SWE.

An seiner neuen Wirkungsstätte wird das BHKW durch einen Erdgas betriebenen Spitzenlastkessel unterstützt. Der Einbau des BHKW und die Anpassung beider Systeme erfolgte durch das Fachpersonal der SWE. „Aus technischen Gründen liefert das BHKW seinen Strom nur an die Pestalozzischule. Geplant ist, die Stromversorgung auch auf die Carl-Orff-Schule und die Entenseehalle auszudehnen“, betont Oehler. Die dazu notwendigen Kabelverbindungen werden in den nächsten Monaten verlegt.

„Den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid zu senken ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, der wir uns als Kommune mit aller Konsequenz stellen“, betonte Oberbürgermeister Arnold und ergänzt: „Dazu gehört, Möglichkeiten zur rationelleren Erzeugung und sparsameren Verwendung von Energie zu nutzen.“ Die Stadtwerke Ettlingen hätten schon sehr früh begonnen, die effiziente Technik der Kraft-Wärme-Kopplung einzusetzen. Das erste BHKW haben die SWE im Jahr 1984 im Albgau-Hallenbad in Betrieb genommen. Arnold: „Zu einer modernen und zukunftsorientierten Stadt wie Ettlingen gehört eine sichere und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Energieversorgung, die auf neue und innovative Technologien setzt.“

Durch das neue BHKW gelangen pro Jahr voraussichtlich rund 80 Tonnen weniger CO2 in die Luft. Insgesamt betreiben die Stadtwerke Ettlingen 24 Blockheizkraftwerke –21 in auf der Gemarkung Ettlingen und 3 in der Region. Vier von den Ettlinger Anlagen sind an das eigene Fernwärmenetz angeschlossen, sodass die betroffenen SWE-Kunden umweltgerecht erzeugte Wärme nutzen können. Insgesamt sind in Ettlingen 60 BHKW jeder Größenordnung installiert, die privat als auch gewerblich genutzt werden.

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