Arbeiten zu neuem Trinkwasser-Hochbehälter der Stadtwerke am Käthenberg starten

(vom 10.07.2018)

Kleiner und effizienter: Reservoir für 400 Kubikmeter Trinkwasser

Ettlingen – Erster Spatenstich zu einer der größten Baumaßnahmen der Stadtwerke Ettlingen (SWE) in diesem Jahr: Oberbürgermeister Johannes Arnold und SWE-Geschäftsführer Eberhard Oehler haben heute, 5. Juli 2018, den Startschuss zum Bau eines neuen Trinkwasser-Hochbehälters am Käthenberg gegeben. Bis Mai 2019 wird im Waldgebiet am Grünwettersbacher Weg – etwa 270 Meter von der Kreuzung Vogelsangweg - ein neuer Hochwasserbehälter mit zwei Trinkwasserkammern und angeschlossenem Technikraum entstehen. Von dort werden insgesamt rund 220  Wassernetzanschlüsse im Ettlinger Stadtgebiet Vogelsang und unterhalb des Linsenbuckels mit Trinkwasser versorgt.

Das neue Trinkwasserreservoir löst den bisherigen, in den 1970er Jahren entstandenen und stark sanierungsbedürftigen Hochbehälter am Käthenberg ab. Insgesamt haben die SWE 1,5 Millionen Euro für diese Maßnahme kalkuliert.

„Eine Sanierung des bisherigen Trinkwasser-Hochbehälters wäre aus technischer wie wirtschaftlicher Sicht nicht vertretbar gewesen“, betonte Oehler. Mit dem vom bisherigen Standort rund 80 Meter entfernten Neubau ist man nun in der Lage, eine Anlage zu errichten, die ideal auf die heutigen und zukünftigen Anforderungen ausgerichtet ist. Dies betrifft insbesondere die auf den Verbrauch ausgerichtete Speicherkapazität sowie die richtige Höhenlage.

So wird das neue Reservoir anstelle von bisher 2.000 Kubikmetern nur noch eine Speicherkapazität von 400 Kubikmetern Trinkwasser haben. „Der durchschnittliche Trinkwasser-Verbrauch im Versorgungsgebiet liegt bei 75 Kubikmetern pro Tag“, erläuterte Oehler. Mit 400 Kubikmetern ist man in der Lage auch Spitzenwerte im Verbrauch problemlos zu meistern und gleichzeitig die geforderte Menge an verfügbarem Löschwasser zur Verfügung zu haben. „Die aus heutiger Sicht überdimensionierte Speicherkapazität resultierte daraus, dass man in den 1970er Jahren noch davon ausgegangen ist, dass das Gebiet weiter erschlossen wird und zusätzliche Verbraucher hinzukommen könnten,“ betonte Arnold. Doch dies ist seit dem im Jahr 2010 beschlossenen Flächennutzungsplan vom Tisch.     

Ein weiterer Vorteil des neuen Hochbehälters ist, dass er topografisch 12 Meter niedriger auf rund 220 Höhenmetern liegt. Somit kann er ohne den Einsatz einer Zwischenpumpe direkt aus dem Trinkwasser-Hochbehälter S1 bei Malsch des Zweckverbands Wasserversorgung Albgau (ZWA) befüllt werden. Oehler: „Bisher wird ein Pumpwerk im Hochbehälter Moosalb benötigt, um das Reservoir auf dem Käthenberg zu füllen. Diese energieintensive Zwischenpumpe wird künftig nicht mehr benötigt.“

Aus Rücksicht auf die Vegetations- und Vogelbrutzeit wurde der neue Platz bereits im Februar auf die Baumaßnahme vorbereitet – und nun startet die eigentliche Bauphase. Im ersten Schritt wird die Baugrube ausgehoben. Das anfallende Erdmaterial (rund 3.000 Kubikmeter) wird zum großen Teil für die spätere Verfüllung des alten Hochbehälters genutzt. „Die Anfahrt zur Baustelle erfolgt über den Vogelsang-, Gockels- und Grünwettersbacher Weg “, erklärt Oehler, der darauf hinwies, dass die einfache Zufahrt über vorhandene Wege ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des neuen Standorts war. „Es ging uns darum, den Eingriff in den Wald möglichst gering zu halten.“

In den Hang hinein werden dann in den kommenden Monaten auf einer Grundfläche von rund 200 Quadratmetern zwei jeweils 15 Meter lange, 5,5 Meter breite und vier Meter hohe Wasserkammern entstehen. Dazwischen gelagert ist ein zweigeschossiger Technik-Raum, über den auch der Zugang zu den Wasserkammern erfolgt. Die Wasserkammern selbst werden nach Abschluss der Arbeiten vollständig wieder von Erde überdeckt sein. Wanderer und Spaziergänger werden lediglich die Stirnseite des Technikraums mit der Eingangstür sehen. Damit sich das Bauwerk optimal in die Landschaft integriert, wird die Fassade mit Buntsandstein verkleidet werden.

Die Stromversorgung erfolgt über die bestehende Leitung im Grünwettersbacher Weg, und auch die Anbindung an das Trinkwassernetz ist ohne größeren Aufwand möglich. Es muss lediglich an den neuen Behälter angeschlossen werden.

„Der neue Trinkwasser-Hochbehälter am Käthenberg ist ein wichtiger Baustein für die sichere und verlässliche Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigem Trinkwasser“, stellte OB Arnold heraus. Ettlingen und die Ortsteile werden über insgesamt fünf Trinkwasser-Hochbehälter der Stadtwerke mit Trinkwasser versorgt. Der tägliche Verbrauch liegt bei 6.500 Kubikmetern.

Bis zur Fertigstellung des neuen Hochbehälters erfolgt die Trinkwasserversorgung unverändert vom bisherigen Standort aus.

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