In der Buhlschen Mühle

(vom 05.11.2018)

„Lust auf Zukunft“ macht Buchautor Franz Alt

Franz Alt

Auf Einladung der Stadtwerke sprach er darüber, wie die Energieversorgung, das Verkehrswesen oder die Landwirtschaft in der Zukunft aussehen könnte. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Ettlinger Buchhandlung „Thalia“ realisiert.

Im Sommer ist der frühere Fernsehmoderator Dr. Franz Alt 80 Jahre alt geworden. Ein Grund mehr für den engagierten Friedenskämpfer und Öko-Visionär nach vorne zu blicken. Sein neues Buch „Lust auf Zukunft“ ist im Sommer erschienen. Im Interview mit Eberhard Oehler, Geschäftsführer der Stadwerke, ist ein leidenschaftlicher Aufruf, nachhaltig zu leben und die Erde für die folgenden Generationen zu erhalten, vorgestellt worden.

„Dort wo ich war, passiert was hinterher“

Den Abend vor ausverkauftem Bankettsaal in der Mühle eröffnete Eberhard Oehler mit dem Alt-Zitat: "Dort, wo ich war, passiert was hinterher". Vor rund 25 Jahren war Franz Alt erstmals Gast im Neubau der Stadtwerke.  "Und seither ist viel passiert in Ettlingen", merkt Oehler schmunzelnd an. Rund 600 Solarthermie-Anlagen für Warmwasser und 920 Fotovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung befänden sich inzwischen auf Ettlinger Dächern. Und das ist nur ein kleiner Teil der bisher realisierten Maßnahmen zur regenerativen Energienutzung und Energieeffizienz in Ettlingen.

Energiewende als großes Thema

"Es ist höchste Zeit, die Wende zu schaffen", so der Appell von Franz Alt, "die großen Umbrüche im Bereich der Energieversorgung sind unvermeidlich“. Wärme, Strom und Industrie seien die Stellschrauben der Energiewende, an denen anzusetzen sei, mein Alt. Ethik, Technik und Ästhetik müssten zusammenspielen, um ein zukunftsfähiges Deutschland zu schaffen.

Zudem gibt es keine Energiewende ohne Verkehrswende. In China ist es die zunehmende Umweltbelastung, welche das Land ins Zeitalter der Elektro-Mobilität zwingt. Während die Politik in Deutschland einen „verbrecherischen Industriezweig“ unterstütze, der für Tausende vorzeitige Tode verantwortlich ist. Eigene Klimaschutzziele würden „krachend“ verfehlt.

Zudem verdeutlichte Alt mit eindrucksvollen Beispielen, wie Klimawandel und die Anzahl der Flüchtlinge zusammenhängen. Mittlerweile beträgt die Anzahl der Klimaflüchtlinge mehrere Millionen weltweit. diese Zahl werde noch weiter steigen, wenn die Energiewende nicht kommt.

Energiewende hat auch Schattenseiten

Entwicklungen in Richtung Energiewende haben auch ihre Schattenseiten. Eberhard Oehler nannte als Beispiel den Lithiumabbau für die Batterien-Industrie in der Atacama-Wüste im Norden Chiles. Dieser wirke sich negativ auf die Wasserreserven der Region aus. "Hier muss gelernt werden, dass diese Materialien zu 100 Prozent recycelt werden können", antwortet Franz Alt und ergänzt "bei Öl und Gas gibt es kein Recycling, diese Energien werden verbraucht; dagegen werden Wind- und Sonnenenergie gebraucht."

100 Prozent Erneuerbare

Mittelfristig muss das Ziel 100 Prozent erneuerbare Energien sein, so Franz Alt. "Hätten wir realistische Energiepreise nach dem Verursacherprinzip, wäre die Atomenergie die teuerste Energieform überhaupt. Politisch wird verhindert, dass realistische Kosten zum Einsatz kommen“.

Den Wandel als große Entwicklungschance für die Menschheit zu begreifen, ist seine versöhnliche Sich auf die drastischen Veränderungen, die notwendig sind.

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