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Die Stadtwerke Ettlingen vergeben zum sechsten Mal Ehrenamtspreise

(vom 18.12.2019)

Helles Scheinwerferlicht auf unverzichtbares Ehrenamt

An einem Abend pro Jahr geht es in der Buhlschen Mühle nur um eines: die Würdigung und Anerkennung des Ehrenamts. Die Stadtwerke Ettlingen (SWE) haben bereits zum sechsten Mal den SWE-Ehrenamtspreis verliehen und damit den unzähligen ehrenamtlich Engagierten in Ettlingen und den Stadtteilen von Herzen Danke gesagt.

Günter Cramer mit der Aktionsgemeinschaft „Die Polizei hilft“, Ingrid Schott als Leiterin der Cafeteria im Begegnungszentrum für Seniorinnen und Senioren an der Klostergasse, Sabine Büttner als Sprecherin der Tagesstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Helma Hofmeister-Jakubeit für Ihre Verdienste um die Ettlinger Hospizarbeit wurden von der Jury zu den diesjährigen Preisträgern gewählt. Der Publikumspreis wurde dieses Jahr zwei Mal verliehen: an die ehrenamtlichen Vorleserinnen und Vorleser der Stadtbibliothek sowie an Rudolf Schmidt für seinen großen und jahrzehntelangen Einsatz beim TV Schluttenbach. Alle Preise sind mit jeweils 1.000 Euro dotiert. Erstmalig wurde auch ein Unternehmer geehrt: Richard Nussbaumer von der gleichnamigen Bäckerei wurde für sein großes soziales Engagement mit einem undotierten Sonderpreis ausgezeichnet.

Die Demokratie „stirbt an dem ‚Ohne-Mich‘, sie lebt aus dem ‚Mit-Mir‘“ zitierte Stadtwerke-Geschäftsführer Eberhard Oehler zu Beginn des Abends im Bankettsaal der Buhlschen Mühle den ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss. Genau dieses „Mit-Mir“ sei es, was unsere Demokratie und auch unsere gesamte Gesellschaft ausmache. Beispielgebend für ein jahrelanges vielfältiges soziales Engagement zum Wohle der Gesellschaft in Ettlingen und über Ettlingen hinaus sei Richard Nussbaumer. Daher wurde er als erster Unternehmer in der Geschichte des SWE-Ehrenamtspreises ausgezeichnet.

„Dankbarkeit bringt Licht in den Alltag“, betonte Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold und führte aus: „Der Ehrenamtspreis ist wie ein Scheinwerferlicht auf all diejenigen, die oft im Hintergrund arbeiten und sich rein um der guten Sache willen engagieren. Der Preis lenkt das Licht auf Menschen, ohne die es vieles in unserer Stadt nicht geben würde.“ So wie bei den ehrenamtlichen Vorleserinnen und Vorlesern der Stadtbibliothek. Allein im Jahr 2018 haben sie im Rahmen von 24 Veranstaltungen in der Stadtbibliothek mehr als 500 Kindern Geschichten vorgelesen – und somit ganz nebenbei auch etwas für die Bildung und Lesekompetenz der Kinder getan, stellte Arnold heraus. Sie erhielten den Publikumspreis, der traditionell von den Lesern des Amtsblattes gewählt wird.

Und da in diesem Jahr die Abstimmung denkbar knapp mit nur wenigen Stimmen Unterschied ausfiel, verliehen die Stadtwerke kurzerhand einen zweiten Publikumspreis: Rudolf Schmidt wurde für seinen jahrzehntelangen und vielfältigen Einsatz beim TV Schluttenbach ausgezeichnet. Er engagiert sich nicht nur als Abteilungsleiter, sondern auch als Festorganisator, führt anfallende Arbeiten im Clubhaus aus und pflegt auch noch die Sportplatzanlage, nannte Arnold nur einen Auszug aus den zahlreichen Tätigkeiten. „Sie sind eigentlich fast täglich für den Verein im Einsatz“, lobte der OB.

Erneut keine leichte Aufgabe hatte die aus Christine Kirchgäßner, Stefan Moehrke, Eberhard Oehler und Siglinde Taller bestehende Jury in diesem Jahr zu bewältigen: „Alle hätten einen Preis verdient, aber es musste eine Auswahl getroffen werden“, so Arnold. Eine Wahl fiel auf Gunter Cramer und die Aktionsgemeinschaft (AG) „Die Polizei hilft“, die in diesen Tagen ihr 25-jähriges Bestehen feiern kann. Seit einem Vierteljahrhundert hilft die AG bedürftigen Familien, behinderten und kranken Kindern, Waisenkindern und Senioren in der russischen Partnerstadt Gatschina. Ein grundlegender Pfeiler der Hilfe sind dabei Patenschaften von Ettlinger Bürgern, die monatlich Kinder und Jugendliche finanziell unterstützen. Rund 465.000 Euro an Geld- und Sachleistungen sind über die Initiative im vergangenen Vierteljahrhundert nach Gatschina geflossen. „Neben der großartigen direkten Hilfe leistet die Initiative über den Austausch und die vielen Begegnungen auch einen wichtigen Beitrag zur gelebten Städtepartnerschaft“, erklärte Arnold.

Eine Institution in der Seniorenhilfe ist Ingrid Schott: Sie leitet seit 20 Jahren die Cafeteria im Begegnungszentrum für Seniorinnen und Senioren an der Klostergasse. Sie kümmert sich um den Einkauf für die Cafeteria, die Einteilung der Ehrenamtlichen und organisiert auch den jährlichen Seniorennachmittag für rund 350 Personen in der Schlossgartenhalle. Darüber hinaus engagiert sie sich seit zehn Jahren als Seniorenbeirat und arbeitet im Altenwerk Ettlingen West mit. Arnold: „Ihr treuer Dienst ist für viele Menschen ein Segen.“

Selbst psychisch erkrankt, kann Sabine Büttner betroffenen Menschen in Notlagen mit ihrer persönlichen Erfahrung sehr authentisch helfen, stellte Arnold heraus. Dabei ist das Engagement von Büttner enorm und sehr vielfältig: Sie ist Tagesstätten-Sprecherin für Menschen mit psychischen Erkrankungen beim Caritas-Verband Ettlingen und im Landkreis. Sie arbeitet mit der SRH Klinik in Langensteinbach zusammen, hilft bei Veranstaltungen des Netzwerks für behinderte Menschen und unterstützt betroffene Menschen persönlich. Sie nutzte die Preisverleihung für einen eindringlichen Appell: „Menschen mit psychischer Erkrankung sind nicht ansteckend.“

„Die Bezeichnung ‚Miss Hospiz‘ ist eigentlich viel zu kurz gefasst angesichts Ihres großen gesellschaftlichen Wirkungskreises“, rief OB Arnold Helma Hofmeister-Jakubeit zu. Doch den SWE-Ehrenamtspreis würde sie insbesondere für ihre Verdienste um die ambulante wie stationäre Hospizarbeit in Ettlingen erhalten, so Arnold. Hofmeister-Jakubeit habe die ehrenamtliche Hospizarbeit in Ettlingen maßgeblich mit aufgebaut und sei auch selbst als Hospizhelferin im Einsatz. Darüber hinaus sei das im Jahr 2006 eröffnete und 2015 erweiterte Hospiz „Arista“ untrennbar mit ihrer Person verbunden. „Das Haus ist eine ungemein wichtige Einrichtung für unsere Stadt“, betonte der Oberbürgermeister. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro will Hofmeister-Jakubeit für ein neues Angebot in der Hospizarbeit nutzen, bei dem Firmen Unterstützung bekommen, die Trauernde im Kollegen-Kreis haben.

Umrahmt wurde der Dankeschön-Abend von dem Slam-Poeten Stefan Unser aus Malsch. Mit seinen kurzen Gedichten und längeren Geschichten stellte der Wortkünstler eindrucksvoll unter Beweis, warum er 2016 zum Poetry-Slam Landesmeister in Baden-Württemberg gekürt wurde. Ein tolles Dankeschön an alle Ehrenamtlichen in der Buhlschen Mühle.

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