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Impuls der Stadtwerke in kultureller Corona-Magerzeit

(vom 27.05.2020)

Ab 17. Juni „Kultur in der Garage“

Kooperation mit Schlossfestspielen, Musikschule, Hemingway Lounge, Sandkorntheater Karlsruhe und dem Verein „Klangkunst“.

Alles gestrichen: in Ettlingen die Schlossfestspiele ebenso wie die „Lange Musiknacht“, die alle zwei Jahre rund 1.200 Besucher ins Grünhaus der Stadtwerke (SWE) zieht. Auch in Karlsruhe mussten sämtliche Theaterbühnen ihren Betrieb einstellen. „Wir haben uns überlegt, was wir tun können“, so Stadtwerkegeschäftsführer Eberhard Oehler am Freitag vergangener Woche, dabei habe man das Publikum im Blick gehabt als auch die Musiker und Schauspieler. Sie alle sitzen derzeit coronabedingt kulturell und finanziell auf dem Trockenen. Um dieser mageren Zeit etwas entgegenzusetzen, geht nun von Ettlingen ein Impuls aus, der hoffentlich Schule macht: Ab 17. Juni wird es in der Kfz-Halle der Stadtwerke, der sogenannten Garage, ein kleines, feines Kulturprogramm geben.

Es war für die Stadtwerke nicht schwierig, Mitstreiter zu finden: Schlossfestspielintendantin Solvejg Bauer plant ohnehin mit „Royal Surprise“ mobile Festspiele, während das Sandkorntheater Karlsruhe aktuell andere Spielstätten als die beengten eigenen sucht, „denn bleiben die derzeitigen Abstandsregeln bestehen, können wir definitiv nicht spielen“, so der künstlerische Leiter, Erick Rastetter. Mit im Boot ist auch die Musikschule Ettlingen, erprobter Partner der Stadtwerke durch die "Lange Musiknacht", außerdem der Verein Klangkunst e.V. in der Hemingway Lounge, ebenfalls Karlsruhe. „Weitere Kulturschaffende sind willkommen“, sagte Oehler, aktuell stehe er noch in Kontakt zum Jazzclub "Birdland" in Ettlingen.

In der 600 Quadratmeter messenden Kfz-Halle der Stadtwerke, die gewöhnlich auch für die "Lange Musiknacht" genutzt wird, werden nach aktuellem Hygiene-Standard bis zu 100 Personen Platz finden, die in Zweitergruppen beieinandersitzen können.  Immer von Donnerstag bis Sonntag wird bis in den August hinein gespielt, jeweils 60 Minuten ohne Pause und bislang ohne Bewirtung, weil SWE-Personal aus Kostengründen nicht eingesetzt wird. "Organisiert ein Verein oder Freundeskreis die Bewirtung - dann gerne". Wochentags beginnen die Vorstellungen um 19:30 Uhr und sonntags soll es eventuell zwei Vorstellungen geben, vieles sei aber noch in der Planung und hänge natürlich auch von der weiteren Entwicklung ab, „alles Stand heute“, so Oehler. Sollte die 100-Personenbeschränkung fallen, sind bei den gebotenen Abständen bis zu 150 Besucher möglich.

Fest steht hingegen, dass mindestens eine Benefizveranstaltung zugunsten der städtischen Spendenaktion "Ein Herz für Ettlingen" für Bedürftige in der Corona-Krise veranstaltet wird sowie eine für die Hilfsinitiative „Die Polizei hilft“. Fest steht auch, dass der Kartenverkauf nur online möglich sein wird, aller Voraussicht nach ab 29. Mai, über das Ticketportal Reservix.

Hocherfreut zeigte sich die Leitung des Sandkorntheaters, Erik Rastetter und Daniela Kreiner, über die ungeahnte Möglichkeit, in diesem Sommer doch noch Theater auf die Bühne bringen zu können. "Selbst bei einer möglichen Lockerung der Hygieneregeln können wir nicht spielen - wir haben einfach zu wenig Zuschauerplätze im eigenen Haus", bedauert Rastetter. Auf dem Programm werden Kabarettdarbietungen stehen wie Harald Hursts Komödie „Tatort – so ischs wore“, oder „Saugroboter an die Macht“, „Kabarettnotstand“ mit Erik Rastetter und Martin Wacker oder die „Badische Bluesverschwörung“. Als Minipremiere plant das Sandkorn die Musikrevue "What a wonderful world" mit Songs aus zwei Produktionen, unterhaltsam verknüpft. „Dieser Impuls der Stadtwerke Ettlingen ist für kleine Bühnen und ihre Künstler sehr wichtig“, merkte Rastetter an, „Kultur in der Garage“ werde der Auftakt sein für „Sandkorn on Tour“, womit sich die Bühne über Winter etablieren wolle.

Die Schlossfestspiele werden voraussichtlich Mitte Juli donnerstags bis sonntags die Garage mit einer „Garagengala“ bespielen, wie Intendantin Solvejg Bauer ankündigte. Die Besucher erwartet dann ein szenischer Theaterabend mit Auszügen aus dem für den Theatersommer geplanten Musical und der Operette „mit etwa sieben Darstellern“ und einem Moderator. Möglich wird dies, weil mit den Schauspielern eine Spielverpflichtung vereinbart wurde.

Auch die Festspiele planen darüber hinaus eine mobile Spielzeit mit insgesamt fünf Formaten, vom virtuellen Rundgang bis zum Autokino; Beginn ist beim Schlosserlebnistag im Juni, nähere Informationen folgen.

Die Ideen des Vereins "Klangkunst" stellte der Vorsitzende Ullrich Eidenmüller vor. Neben dem Auftaktabend mit Jazzsaxophonist Peter Lehel als Zugpferd wird es zwei weitere Abende geben in Form kleiner Sommerfestivals, „unsere Musiker sind hocherfreut über diese Möglichkeit“, so Eidenmüller.

Geplant wird derzeit die technische Ausstattung am Spielort nebst Hygiene- und Abstandsregelungen. Eberhard Oehler rechnet mit einer Investition von bis zu 25.000 Euro, um den Kulturliebhabern wenigstens ein kleines Ersatzangebot machen zu können. „So können die Stadtwerke als Dienstleister nicht nur für die Daseinsfürsorge in Form von Strom, Gas, Wasser, sondern auch als Sponsor im Bereich Kultur den Menschen in der Region in diesen schwierigen Zeiten etwas bieten.“

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